Pute: Inhaltstoffe, Haltung, Medikamente und Kritik

Animal Police Allgemein

Das letzte Tier, das ich vorstelle, ist die Pute. Hier fang ich erstmal mit allgemeinen Informationen über ihr Verhalten und ihre Haltung an:

An für sich sind Puten friedlich lebende Tiere und kommen auch sehr gut mit Gesellschaft klar. Man kann sie sogar mit Hühnern zusammenhalten. Haben die Tiere jedoch zu wenig Platz, wie bei der Massentierhaltung, dann können sie Aggressionen entwickeln.

Puten sind ziemlich einfach zu halten. Im Sommer suchen sie ihr Futter sogar selbst. Aus diesem Grund sollte man sie nicht durchgehend in einem Stall halten, da sie viel Auslauf brauchen. In der Dämmerung und nachts sollten sie jedoch vor Feinden wie Füchsen geschützt sein.

Die Pute ist für Selbstversorger ein großer Vorteil, da sie leicht zu halten ist. Puten werden praktisch ausschließlich zur Fleischgewinnung gehalten, weil es besonders fett- und kalorienarm ist. Das Fleisch hat in der Regel folgende Inhaltsstoffe:

  • Proteinanteil: 17 bis 25 Prozent
  • hoher Anteil an B-Vitaminen
  • Kupfer
  • Kalium
  • Zink
  • Eisen

Stammen die Tiere aus der Massentierhaltung, dann kann das Fleisch sehr hohe Rückstände an Antibiotika aufweisen, was schlecht für uns ist. Für die Fleischgewinnung werden so genannte Hybridputen eingesetzt, damit sie schnell schlachtreif werden. Werden die Tiere jedoch mit ausreichend Platz gehalten, dann sind Medikamente kaum nötig.

Wenn es heißt „sehr hohe Rückstände an Antibiotika“, wie hoch ist es dann? Eine Studie des Verbraucherministeriums Nordrhein-Westfallen zeigt, dass 9 von 10 Puten im Laufe ihres Lebens mit Medikamenten behandelt werden. Oft sogar mit mehreren gleichzeitig. Ein Drittel der nachweisbaren Antibiotika sind nicht einmal für die Putenhaltung zugelassen. Das Problem bei der Massentierhaltung der Puten ist, dass die Puten anfälliger für Krankheiten sind, als andere Tiere. Daher ist die Reinigung des Stalles sehr wichtig. Da das bei der Massentierhaltung jedoch nicht stark der Fall ist, sind die Tiere sehr viel öfters krank als üblich und brauchen dann natürlich sehr viel mehr Medikamente.

Im Großen und Ganzen war das schon alles, was man zu unserem Thema „Auswirkungen der Haltung auf die Fleischqualität“ zur Pute sagen kann. Mein Fazit ist, dass das Putenfleisch aus der Massentierhaltung nicht gegessen werden sollte, da es, wie schon gesagt, Rückstände von Medikamenten im Fleisch hat. Von kleinen Bauern oder Züchtern, bei denen die Tiere viel Platz und Auslauf haben, hat man jedoch wenig zu befürchten.

Quellen:
Puten halten: Wesen, Haltung, Besonderheiten – Selbstversorger.de
Putenfleisch – Allergie & Unverträglichkeit | Gesundpedia.de
Antibiotika in der Tierhaltung – Die Qual der Puten – Wirtschaft – SZ.de (sueddeutsche.de)